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5. Erfahrungen mit Internet-Seminaren

Kombinierte Auswertung der Fragen 5.1 bis 5.5  
 

Der Block 5 verursachte bei der Auswertung die größten Probleme. Hier sollte ermittelt werden, welcher der Befragten schon an einem "Distance Learning"-Seminar teilgenommen hat. Doch die Frage "Hast Du schon mal an einem Internet-Seminar teilgenommen?" war missverständlich formuliert: Viele der Studenten verstanden unter dem Begriff "Internet-Seminar" etwas anderes, als wir ihnen in unserem Ankündigungstext unter "Distance Learning" vorgestellt hatten. Sicherlich hätte dieser Fehler durch die durchgängige Verwendung des Begriffs "Distance Learning"-Seminar vermieden werden können.
Durch die missverständliche Formulierung gaben 14 der Befragten an, schon mal an einem "Internet-Seminar" teilgenommen zu haben. Nach Durchsicht ihrer Angaben zu den Seminarthemen, zu den genutzten Kommunikationsdiensten und zur Regelmäßigkeit der Veranstaltungen bezweifeln wir, dass es sich bei den genannten Seminaren um "Distance Learning"-Projekte in unserem Sinne gehandelt hat.
So gaben elf der Befragten das Seminar "Einführung in das Internet" an. Bei der Auswertung traten unlogische Differenzen auf: Sogar Studenten, die nachweislich an derselben Veranstaltung in demselben Semester teilnahmen, machten ganz unterschiedliche Angaben zur Regelmäßigkeit der Veranstaltungen und zu den genutzten Kommunikationsdiensten. Wir schließen daraus, dass dieses Seminar als Angebot zum "Beschnuppern" der Internet-Dienste gedacht war, und es ganz wesentlich vom individuellen Teilnehmer abhing, welche Dienste tatsächlich genutzt wurden. Da auch die Häufigkeit der Veranstaltungen nicht übereinstimmend angegeben werden konnte, haben wir uns dazu entschlossen, das betreffende Seminar "Einführung in das Internet" nicht als "Distance Learning"-Seminar zu betrachten. Auch von den anderen drei Nennungen ("Elektronische Zeitschriften", "Internet Marketing Communications" und "American Masculinities") weist lediglich eines die Merkmale eines "Distance-Learning"-Seminars auf: Nur in dem vom Institut für Amerikanistik angebotenen "American Masculinities" wurden sowohl Chat als auch E-Mail und Newsgroup zur Kommunikation der Seminarteilnehmer genutzt. Der Frageblock 5 bleibt folglich (fast) ohne verlässliches Ergebnis. Zwei Schlüsse sind dennoch möglich: Erstens scheinen die Bochumer Publizistikstudenten nicht an "Distance Learning"-Seminaren anderer Universitäten teilzunehmen . Zweitens gab es am Bochumer Institut für Publizistik und in den benachbarten Studiengängen bisher noch kein echtes "Distance Learning"-Seminar. Das macht unser Vorhaben zu einer Premiere.


 
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