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Der Block 5 verursachte bei der Auswertung die größten Probleme.
Hier sollte ermittelt werden, welcher der Befragten schon an einem
"Distance Learning"-Seminar teilgenommen hat. Doch die
Frage "Hast Du schon mal an einem Internet-Seminar teilgenommen?"
war missverständlich formuliert: Viele der Studenten verstanden
unter dem Begriff "Internet-Seminar" etwas anderes, als
wir ihnen in unserem Ankündigungstext unter "Distance Learning"
vorgestellt hatten. Sicherlich hätte dieser Fehler durch die durchgängige
Verwendung des Begriffs "Distance Learning"-Seminar vermieden
werden können.
Durch die missverständliche Formulierung gaben 14 der Befragten
an, schon mal an einem "Internet-Seminar" teilgenommen
zu haben. Nach Durchsicht ihrer Angaben zu den Seminarthemen, zu
den genutzten Kommunikationsdiensten und zur Regelmäßigkeit
der Veranstaltungen bezweifeln wir, dass es sich bei den genannten
Seminaren um "Distance Learning"-Projekte in unserem Sinne
gehandelt hat.
So gaben elf der Befragten das Seminar "Einführung in das Internet"
an. Bei der Auswertung traten unlogische Differenzen auf: Sogar
Studenten, die nachweislich an derselben Veranstaltung in demselben
Semester teilnahmen, machten ganz unterschiedliche Angaben zur Regelmäßigkeit
der Veranstaltungen und zu den genutzten Kommunikationsdiensten.
Wir schließen daraus, dass dieses Seminar als Angebot zum "Beschnuppern"
der Internet-Dienste gedacht war, und es ganz wesentlich vom individuellen
Teilnehmer abhing, welche Dienste tatsächlich genutzt wurden. Da
auch die Häufigkeit der Veranstaltungen nicht übereinstimmend angegeben
werden konnte, haben wir uns dazu entschlossen, das betreffende
Seminar "Einführung in das Internet" nicht als "Distance Learning"-Seminar
zu betrachten. Auch von den anderen drei Nennungen ("Elektronische
Zeitschriften", "Internet Marketing Communications" und "American
Masculinities") weist lediglich eines die Merkmale eines "Distance-Learning"-Seminars
auf: Nur in dem vom Institut für Amerikanistik angebotenen "American
Masculinities" wurden sowohl Chat als auch E-Mail und Newsgroup
zur Kommunikation der Seminarteilnehmer genutzt. Der Frageblock
5 bleibt folglich (fast) ohne verlässliches Ergebnis. Zwei Schlüsse
sind dennoch möglich: Erstens scheinen die Bochumer Publizistikstudenten
nicht an "Distance Learning"-Seminaren anderer Universitäten teilzunehmen
. Zweitens gab es am Bochumer Institut für Publizistik und in den
benachbarten Studiengängen bisher noch kein echtes "Distance Learning"-Seminar.
Das macht unser Vorhaben zu einer Premiere.
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